Archiv für November 2007
Vor ein bisschen mehr als einem Jahr ist ein Büchlein herausgekommen, das sich prima und locker und unterhaltsam und kenntnisreich und erbaulich lesen lies (und das ist nicht ironisch gemeint). Das uns “intelligentes Leben jenseits der Festanstellung” versprach und den griffigen Begriff von der “digitalen Bohème” etablierte. Die cleveren Riesenmaschinisten und Berufsberliner Holm Friebe und Sascha Lobo landeten mit ihrem Manifest “Wir nennen es Arbeit” genau in dem warmen Vakuum aus Latte Macchiato-Dämpfen, Arbeitsmarktfrust und Webzwonull-Eurphorie, in dem sich jeder Zweite befindet, der eine Laptop-Tastatur bedienen kann. Die Thesen en bref: Arbeit kann glücklich machen, Selbstverwirklichung gibt’s bei Starbucks im Sonderangebot und Kreativität ist König.

Bleib’ I lieng oder geh I no naus in’ Coffeeshop? (Bild: Pinakotheken)
Rhapsodie oder Melodram?
Nun - und das ist den beiden Autoren hoch anzurechnen - wird bereits im Vorwort zu “Wir nennen es Arbeit” erwähnt, dass das Bohèmien-Dasein in Berlin leichter von der Hand geht als anderswo auf der Welt. Dass man eben, wo Dinge wenig kosten, auch wenig Geld (verdienen) braucht. Bleibt freilich die Frage, ob denn auch im teuren München ein böhmisches Leben möglich ist. Glaubt man dem geschätzten Vielblogger Dorin, lautet die Antwort ganz klar: Ja. Am Freitag diskutiert er in der lothringer 13, dem isarstädtischen Bohème-Hangout schlechthin, unter der Headline “Bohème reloaded” u.a. mit einer Soziologin, wie frei Freie wirklich sind. Pflichttermin!
Du Bohème, ich Dink
Anders als die Schwabing-Fraktion glauben wir als grundpessimistische DINK-Spießernaturen ja (leider) nicht so wirklich daran, dass man in München allein mit der Kraft schöner und richtiger Gedanken, heißem Kaffee und einem W-LAN-Zugang (über)leben kann. Vielleicht liegt unser düsteres Weltbild aber auch darin begründet, dass wir mit dem Bohèmien als solchem das arg romantische Bild vom armen Poeten verbinden, der entweder durch einen Schicksalsschlag oder aber durch manische Prasserei mittellos geworden ist und nun gelernt hat, von der Hand in den Mund zu wirtschaften. Dabei muss man sich diese freilich (von jeher) nur in Wahnmoching mögliche Existenzform wahrscheinlich in Wirklichkeit als eine Bohème mit Bausparvertrag vorstellen. Und, ach ja: Rhapsodie (as in: Bohemian Rhapsody) bedeutet übrigens “Heldenlied”.
29. November 2007
mawa
Ja, wir gestehen: Wir lesen Bildchen-Bücher. Haben’s früher, ganz früher schon getan. Als Kinder in den Comic-Kisten der Stadtbücherei gewühlt und sämtliche Asterix-, Isnogud-, Marsipulami-Bände leergelesen. Dann: Lange Zeit nur Buchstaben-Bücher. Bis uns vor gut einem Jahr ein Band der Über-Zeitschrift “McSweeney’s” in die Hände fiel, in der es um nichts als gezeichnete Geschichten ging. Um das Comic-Subgenre der Graphic Novel. Um, jawoll: Kunst!

Ansprechende Bilder (Foto: B S K/stock.xchng)
Gemalte Geschichten
Mit Begeisterung stürzen wir uns seitdem immer auf die schlaue Comic-Kolumne in der eh großartigen “in münchen” und haben uns über den SZ-Artikel zu autobiographischen Comics (natürlich mal wieder nicht online verfügbar. Shame on you, SZ!) von diesem Wochenende gefreut und allerlei neue Tipps notiert. Nur: Wir haben große Schwierigkeiten, hierzustadt den dringend benötigten Stoff aufzutreiben. Die Comic-Händler in der Innenstadt (Fraunhofer Straße, Stachus, Hauptbahnhof, Herzog-Wilhelm-Straße) bieten Graphic Novels - wenn überhaupt - in einer hinteren Ecke in geringstmöglicher Stückzahl feil. Allenfalls die gerade auch im Kino angelaufene “Persepolis“-Geschichte findet sich da mal.
Pouf! Bang! Bumm!
In den Läden dominieren ganz klar die eher eindimensionalen Superhelden-, Fantasy- und so schludrig wie lieblos gezeichneten Knarz- Bumm- Pouf-Cartoons, die nicht ganz unschuldig an dem etwas zweifelhaften Nerd-Ruf der Comic-Kultur sind und uns ehrlich gesagt nicht die Bohne interessieren. Nach englischsprachigen Originalen (naheliegend, da die Graphic Novel-Szene - noch - vor allem in den USA beheimatet ist) brauchst’ da gar nicht erst zu fragen. Unsere Frage daher an alle Bilderbuch-Liebhaber: Gibt’s da in München wirklich nix oder haben wir nur bisher an der falschen Stelle geschaut?
25. November 2007
mawa
Sprechen wir doch mal über… Softdrinks. In der Weltstadt des Biers haben es die nichtalkoholischen Getränke freilich von Haus aus schwer. Aber irgendwas muss man doch hierzustadt auch mal mit Anstand trinken dürfen, wenn das Geld für ein Taxi nicht reicht oder einem nach dem neunzehnten Hellen dann doch leicht blümerant wird und Willenskraft oder Sprachzentrum nicht genug hergeben für die Order der Halben Nummero Zwanzig. Unsere hassgeliebten Hauptstädter, so wissen wir seit dem großartigen “Bionade-Biedermeider”- Artikel in der “Zeit”, definieren sich ja über zuckersüße Ökobrause.

Ersatz-Guinness? Bionade-Blocker! (Foto: mawa/isarstadt.de)
Münchnerisch by Maische
KiBa, WaZi und ähnliche Schorleschweinereien wiederum bringen wir rein gefühlsmäßig mit dem Freund in Freiburg oder dem Göttinger Göttergatten in Verbindung. Das nicht so recht zum Hype gewordene Cola Zero ist geistig irgendwo zwischen Darmstadt, Kassel und Bielefeld zu verorten. Spezi? Schön und gut, aber das hat mit München genausoviel zu tun wie mit jedem x-beliebigen U-14-Bolzplatz in Schweinfurt oder Regensburg. Daher rufen wir hiermit zum einzig standesgemäßen München-Softdrink aus und gleichzeitig zu dessen Rettung auf: Das Nährbier!
Das Malz macht’s
Das mild alkoholisierte, tiefdunkle und deswegen subjektiv als zähflüssig wahrnehmbare Malzgetränk aus dem Hause Hacker (Disclaimer: Nein, wir machen hier keine Schleichwerbung. Im Gegenteil: Wir würden uns freuen, wenn noch andere Brauereien solch lecker Zeug statt Green Lemon-Scheußlichkeiten und dergleichen fabrizieren würden) wirkt schon im unausgepackten Zustand wie ein Kunstwerk aus vergangenen Zeiten: Die das Flaschen-Label zierende 60er-Jahre-Bedienung hat uns die schöne, am Ende vielleicht sogar wahre Geschichte eingeflüstert, dass Nährbier in vergangenen Zeiten schlanken Damen eingeflösst wurde, auf dass sie dem damaligen, eher properen Schönheitsideal näherkämen, sprich: genährt würden. “Erprobt, bewährt, begehrt” - der Werbespruch unterhalb des Bottlenecks lässt noch heute jedem Texter den Neid unter den Scheitel fahren.
Rettet das Nährbier!
Den Begehrlichkeitsfaktor unseres Lieblingsgetränks steigert nur leider der Umstand, dass es kaum irgendwo zu erstehen ist. Mancher Getränkemarkt-Inhaber bekommt zwar leuchtende Äuglein, wenn man den Retro-Drink erwähnt, er grantelt über die belgischen Bierglobalisateure und den überzuckerten Nährbier-Abklatsch namens Karamalz, im Sortiment führt er den Sudsaft aber trotzdem nicht (”Lohnt nicht”). In der Gastronomie haben wir das Geheimgebräu gleich noch gar nie nicht entdeckt (Marktlücke, Baby!!!). Nur der Tengelmann im Stachus-Untergeschoss führt es seltsamerweise im Angebot - infrastrukturell gesehen allerdings keine gute Voraussetzung zum Abtransport größerer Mengen. Da hilft nur eins, liebe Leser: Gemeinsam können wir die Getränkehändler unseres Vertrauens so lange nerven, bis sie das Ersatz-Guinness auch wieder zwischen ihren Kastenburgen platzieren. Wir zählen auf Euch. Prost!
21. November 2007
mawa
Ein neues Buch vom (oder eigentlich: über den) Münchner OB. Und am Freitag Signierstunde beim Hugendubel am Marienplatz. Hmm. Noch keine wirkliche News. Christian Ude, hauptberufliches Stadt- und Schickeriaoberhaupt (…und das ist auch gut so!) sowie nebenberuflicher Komiker Kabarettist hat seinem Wahlvolk schließlich bereits vor Jahren “Meine verfrühten Memoiren” zu Füßen gelegt und auch sonst zu so ziemlich jedem möglichen oder unmöglichen Thema ein Büchlein herausgegeben (”Ich baue ein Stadion”, “Stadtradeln” und der Klassiker: “Menschen und Miezen - vom Zauber, mit Katzen zu leben”).

Einwände nur werktags 8 bis 19 Uhr (Foto: mawa/isarstadt.de)
Brooke Shields Ude
Das neue Buch überezeugt uns allerdings schon vor der Lektüre durch sein dokumentarisch gefärbtes Umschlagfoto: Herr Ude im braunen Cord-Sakko. Wie oft haben wir den Möchtegern-Stenz kulturell bewanderten München-Macher schon in eben diesem Kleidungsstück durch die Feuilletons geistern sehen! Boheme für Bürgermeister, der Dress-Code für den direkten Volkskontakt. Wie fragen uns: Hat der Mann von dem Kuschelüberwurf eigentlich gleich mehrere Exemplare im begehbaren Kleiderschrank hängen? By the way: Andy Warhol soll ja hundert Stück seines weißen Brooks Brothers-Lieblingshemdes besessen haben. Und irgendwo ist unser ewiger OB doch auch und vor allem ein Künstler.
Die DVD zum Film vom Buch
Lustig, dass da nur die SZ in die Parade fährt: In ihrem Online-Shop (Kaufen Sie jetzt die DVD zum Film vom Buch, das ehemals eine Zeitung war!) wird just jene oben erwähnte Biographie des späten Ude mit einem ganz anderen Titelbild feilgeboten: Der OB trägt dort formelles Outfit inklusive Schlips statt des Schwabing-Looks. How conservative! Wir wundern uns: Ist die Süddeutsche am Ende der wahre Merkur?
15. November 2007
mawa
In Sachen Volxmusik: Am vergangenen Wochenende haben wir uns den München-Punk-Film “Mia san dageng” im Werkstattkino angeschaut und waren, naja, nur milde begeistert. Sehr schön die Einleitung mit einem angenehm flapsigen Resumée der bayerischen (Gegen-)Geschichte. Interessant die Gedanken der Damen Katz (die auch Regie geführt hat) und Besen-Petra über das Verwischen der Gender-Grenzen im Punk. Unterhaltsam die poltesken Ausführungen von Sigi Pop (der übrigens am 8. Dezember mit der Garden Gang auftritt) und die zahlreichen Band-Portraits.

Mei, da Trachtenhut runiniert immer mei’ Frisur (Foto: P. Adair/stock.xchng)
Anarchy in the Isarvorstadt
Ein bisserl übers Ziel hinaus dann allerdings das letzte Drittel des Films, das wie eine Werbeeinblendung für die grundsätzlich sicher löbliche M-Punk-Initiative wirkte. Da hätten wir dann doch lieber mehr darüber erfahren wie (was machen die Jungs und Mädels heute so hauptsächlich?) und vor allem wo (Glockenbachwerkstatt? Ballroom Esterhofen? Flex?) Punk in München stattfand und -findet.
God save the Kini
Aber eigentlich wollen wir ja nicht meckern (im übrigen kann man das eh anders sehen), sondern freuen uns über jedes noch so kleine Fitzelchen Zelluloid-München und empfehlen so freilich auch den Besuch von “Mia san dageng” (läuft nach dem Werkstattkino auch noch im Maxim). Und obendrauf, quasi zum Schädel-Wärmen auf dem Weg ins Kino, gibt’s von uns auch gleich noch eine Fragestellung, die eigentlich auch in den Film gepasst hatte und auf die wir nach dem feinen Historien-Einstand fast schon gehofft hatten: Warum spricht eigentlich keiner über die Entwicklungslinie Bayerische Volksmusik -> Punk?
Da Rotten Schorsch
Ja, ja: Nicht wenige der wild dahingehackbrettelten Wirtshaus-Lieder aus dem frühen 20. Jahrhundert (not to be mistaken with: Stadl/Volkstümliches), die man immer wieder auf schön editierten, aber recht teuren CDs findet (Geheimtipp in dieser Sache: die Münchner Stadtbibliotheken) sind Pogo in Reinform. Und erst die dazu gerotzten und g’stanzelten Texte, die Wilderer und Haderlump heroisieren und auf die Obrigkeit sch….: Griabiger hättens auch da Vicious Simmerl und sein Spezl, da Rotten Schorsch, ned sagen können!
13. November 2007
redaktion
Die eher beiläufig geäußerte Beobachtung von Frau B., hierzustadt seien plötzlich wieder allerlei schwarz gekleidete Gestalten zu sichten, lässt uns seit ein paar Tagen nicht mehr so recht los. Mag an unsrer Sozialisation liegen. Knarzige Cure- und Sisters- und Joy Division-Tapes im Hobbykeller eines Freundes. Milder Gymnasiasten-Weltschmerz (file under: Pubertät). Schwarze Mäntel. Doc Martens. Pulverturm. Vielleicht mal ein bisserl Haarspray. Aber Puder und Kajal nur an Fasching. Gymnasiasten-Fasching. Nicht mehr. Aber auf keinen Fall weniger. Ein klein wenig von alledem haben wir sogar in die Gegenwart gerettet. Selbst wenn’s nur der gelegentliche sehnsüchtige Blick in die Auslage vom Face ist oder die bei unserem schwedischen Hofschneider erstandene harmlose schwarze Combat-Jacke.

Melankomisch, aber fantastisch frisiert (Foto: L. Langell/stock.xchng)
Sister Ringel-Söckchen
Genau diese Art Jacke - wie Frau B. ganz richtig beobachtet hat - und dazu Neun-Loch-Docs und “Emily the Strange”-Tascherln und T-Shirts mit Tim Burton-Motiven und Ringel-Söckchen tragen jetzt auch junge (teilweise sehr junge) Menschen zwischen Stachus und Marienplatz und selbst in der S-Bahn Richtung Umland zur Schau. Ist’s ein Wave-Revival? Eine neue Welle der New Wave? Wir glauben: Nein. Vielmehr: Es ist eine rein modische Sache. Das zeigt schon die beneidenswerte Stilsicherheit der Kids, die Gothic und Punk genauso munter zitieren wie Marilyn Manson und - ja! - Tokio Hotel. Das zeigt vor allem aber ein Blick in den Japansalon in der Schwabinger Ohmstraße, wo der Gothic Lolita-Look recherchiert und gekauft werden kann und selbst vom Verkaufspersonal durchexerziert wird (beziehungsweise gibt’s da sogar noch eine weitere Abstraktionsstufe, wie uns Dr. Sno* aufgeklärt hat: Visual Kei).
Diese Stadt ist ein Popper
Mode also. Aber damit natürlich auch wieder Jugendkultur. “Emily the Strange” sagt ja (freilich wesentlich eloquenter und weniger düster) nix anderes als die guten alten Gruftie-Genossen: Ich bin anders, ich will anders sein. Und wer anders sein will in München, wer hier plakativ am eigenen Ich und an seiner ach so mediokren Umgebung leidet, hat sich schon seit jeher eher der Mittelklasse-Merlot-Melancholie verschrieben als etwa der Revolution mit Iro und Sicherheitsnadel und Penny-Bier (wenngleich die aktuell im Werkstattkino laufende sehr schöne Punk-Filmreihe beweist, dass es selbst hierzustadt Leben abseits des Mainstreams gibt). Diese Stadt ist halt ein Popper!
9. November 2007
mawa
Als Popkultur-Nerds freu’n wir uns ja eigentlich wie Schnitzel, wenn uns jemand nach der Meinung fragt. So im Sinne von: “Welche CD tät’st denn grad empfehlen? Hast einen Buch-Tipp für mich?”. Zucker! Insofern haben wir richtig feuchte Händchen bekommen, als die gute Tante geliftete Schwester Spex unlängst zu ihrer beliebt-berüchtigten Leser-Poll (vulgo: Jahres-Charts) aufrief. Nun aber das: Wir mussten ehrlich gesagt schon auf der ersten Seite der Abfrage bei mancherlei Rubrik schlichtweg passen. Die besten fünf Musikvideos des Jahres? Auf MTV werden doch nur noch Klingeltöne gesendet und im Netz lesen wir dann doch lieber Blogs und hören Songs, als ruckelige Filmchen zu gucken. Bedeutet das, dass wir alt werden und die Trends an uns vorbeihetzen?

Ein Haufen Heu: Und every needle tears a hole. (Foto: sist/isarstadt.de)
Raupen-Radio
Nö, dafür sind die Summen, die amazon, Hugendubel und Saturn monatlich von unseren Konten abbuchen, noch immer hoch genug. Aber für das ganz extreme Listen-Dings wird man dann vielleicht doch irgendwann zu träge. Da loben wir uns die Wahl zum “Song des Jahres” auf dem wunderbaren Münchner Pop-Blog rote raupe*: Einen einzigen Titel dürfen wir da angeben. Komplexitätsreduzierung. Prima! Und mit ein bisschen Glück gibt es unser Lieblingsliedchen dann Anfang kommenden Jahres auf Münchens bestem Radiosender zu hören, wo die Raupen-Blogger künftig eine eigene Sendung bespielen werden.
Tocotronic: Douze points
Da wir nun eh beim Thema “Best of 2007″ sind und - wie gesagt - für die Spex-Poll schon auf halbem Weg waren, wollen wir es uns nicht nehmen lassen, unseren Lesern hier mal eben zehn in diesem Jahr erschienene und oft und gerne im isarstadt-Wohnzimmer gehörte Alben ans Herz zu legen. And the winners are (in keinerlei erkennbarer Ordnung):
Tocotronic - Kapitulation
(Trotz des allmählich nervenden Slacker-Gehabes der Toco-Boys: R.E.S.P.E.C.T.!)
Kanye West - Graduation
(Der diesjährige Knaller aus der sonst nicht wirklich oft frequentierten HipHop-Abteilung)
My Brightest Diamond - Bring me the workhorse
(Okay, hier haben wir geschummelt - ist schon von 2006. Aber der Wahnsinn!)
Blanka
(Geheimtipp! Warum haben die noch kein Label? Mehr bei myspace
Jamie T. - Panic Prevention
(Hype, aber gleichzeitig ganz großes Tennis! Scheppert so schön auf meine Bauchdecke)
P.J. Harvey - White Chalk
(Muss man dreimal hören, aber dann: Unglaublich, wie sich die größte Pop-Musikerin aller Zeiten jedesmal wieder selbst übertrifft)
Songs for the Young at Heart
(Bonnie Prince Billy singt “Puff the Magic Dragon”. Braucht’s da mehr Argumente?)
Feist - The Reminder
(Nochmal Hype. Und nochmal schön. Allein schon, weil der Vorgänger zu sehr untergegangen war)
Dresden Dolls - Live at the Roundhouse
(Ohne Diskussion: Die Dresden Dolls haben das beste München-Konzert des Jahres hingelegt!)
…und natürlich immer und immer wieder und alles von: Morrissey
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
4. November 2007
mawa
G’scheit gespannt sind wir schon auf den Samstag Abend, auf Reverend Jen aus dem großen Apfel, die in der lothringer 13 Haus halten wird. Die Dame ist für New York so ziemlich das, was die gute Petra Perle gerne für München wäre (und natürlich nie sein wird): Schräges Gesamtkunstwerk, Autorin, Filmerin, Veranstalterin der legendären Anti-Slam-Abende, die Inkarnation des vergessenen fünften Teletubbies und, ach ja, eine recht attraktive Elfenohrenträgerin (Eigenurteil: “Sex Symbol for the Insane”).

Trolle Sache, so ein Appartement in N.Y. (Foto: revjen.com)
Nachbarhut
Wir kennen von ihr bisher lediglich das Buch “Reverend Jen’s Really Cool Neigborhood“, eine Liebeserklärung an das Stadtviertel Lower East Side, das Westend des Big Apple (oh je, wenn’s für diesen etwas windschiefen Vergleich mal keine Schelte gibt…). Alexa, die uns den Hinweis auf den München-Termin gegeben hat (danke!), hat die Performerin aber schon mal live gesehen und auf ihrem New York-Blog drüber berichtet.
Ganz Troll
In der lothringer 13 wird Reverend Jen eigene Videos vorführen und über die Vernetzung des New Yorker Undergrounds via YouTube & Co. plaudern. Für den Abend verantwortlich zeichnet der Münchner Internetfrickler Patrick Gruban, dem wir schon so schöne Seiten/Aktionen wie sub-bavaria, “Zündfunk retten” oder den leider im Frühjahr eingestellten Blog minga.de zu verdanken haben. Verspricht also spannend zu werden!
Nachtrag 4.11.: Der Rev Jen-Auftritt hat lustiger- (und unerwarteter-)weise für ein ziemliches Rauschen im Münchner Blog-Wäldchen gesorgt, dokumentiert bei Narziss und Goldhund. Und von Dorin prognostizieren wir im Laufe des Tages noch ein paar Fotos von der Veranstaltung - die Kamera hatte er auf jeden Fall dabei.
2. November 2007
mawa