München, 21. April 2009 mawa
Hurra, wir sind unsichtbar!
isarstadt.de ist the next Uri Geller. Wir fliegen unterhalb des Radars. Wir machen uns rar. Wir sind unsichtbar.
Konnten wir vor ‘ner Weile noch einen Blog-Eintrag starten mit den Worten: “Gibt man bei Google “isarstadt” ein, landet man - so wie’s sich ja auch gehört - zuallererst auf dieser Seite”, ist das nun Vergangenheit. Wer das hier liest, hat uns sicher nicht über die weltgrößte Suchmaschine gefunden. Denn laut der gibt’s isarstadt.de nicht mehr. Gab es isarstadt.de nie.

Wo in diesem Bild hat sich isarstadt.de versteckt? (Foto: mawa/isarstadt.de)
Google mag uns nimmer
Wir zitieren eine Mail, die seit gut zwei Wochen in unserem Postfach steckt:
Sehr geehrter Inhaber oder Webmaster von isarstadt.de,
Beim Indizieren Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf einigen Ihrer Seiten Techniken angewendet werden, die nicht unseren Richtlinien für Webmaster entsprechen. (…) Offenbar wurde Ihre Website von Dritten geändert. Typischerweise erhalten diese über ein unsicheres Verzeichnis ohne Zugriffsbeschränkung Zugang zu Ihren Seiten. So können Dateien hochgeladen oder vorhandene Dateien geändert werden. Diese erscheinen dann in unserem Index als Spam.
Nachfolgend einige Beispiele des verborgenen Textes, den wir auf http://isarstadt.de/ gefunden haben:
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Wir haben vorübergehend einige Ihrer Webseiten aus unseren Suchergebnissen ausgeschlossen, um die Qualität unserer Suchmaschine zu gewährleisten. Derzeit ist geplant, Webseiten von isarstadt.de für mindestens 30 Tage zu entfernen.
Wir würden Ihre Seiten gern im Google-Index beibehalten. Wenn Sie wieder aufgenommen werden möchten, korrigieren oder entfernen Sie bitte alle Seiten (dies könnten mehr sein als die angegebenen Beispiele), die gegen unsere Richtlinien für Webmaster verstoßen. (…)
Mit freundlichen Grüßen Ihr Google Search Quality Team
Obacht: ominös!
Das allein wäre noch kein Grund, den Kopf in den Sand zwischen die Platinen zu stecken. Im Gegenteil: Wir sind uns sicher, dass sich jemand finden würde, der uns hilft, die Seite wieder zu fixen. Aber die Motivation zum Bloggen ist zur Zeit eh recht low (und das trotz aufmunternden Mails von Lesern - danke, Kerstin!). Und da ist die Lust, sich mit solch einem ominösen Ärgernis auseinanderzusetzen, grad gering.
Ist’s ein allgemeiner Trend? Wir wissen’s nicht. Und eigentlich ist das ja auch wurscht. Mir san mir. Und mir san dann erst mal: Unsichtbar. Aber vielleicht tauchen wir ja irgendwann an anderer Stelle wieder auf? Vielleicht begegnen wir uns mal woanders, in diesem Sommer? In der richtigen Stadt sind wir ja.
Eintrag unter folgendem Thema abgelegt: In eigener Sache
9 Kommentare Auch einen Kommentar hinterlassen
1. Dorin Popa | April 22nd, 2009 at 09:33
Na ja, der Trend geht doch weniger hin zum entsagungsvollen Kohlenstoffleben, sondern eher hin zu den digitalen Schnellbooten Twitter, Facebook & Co, weg vom Panzerkreuzer Blog.
Bei Dir dagegen ist es doch eher eine beständige spröde Vernachlässigung Deiner digitalen Präsenz
2. Helga | April 22nd, 2009 at 10:38
schad.
3. karl breit | April 25th, 2009 at 11:39
über yahoo finden dich genügend neue, dad i sang, und die stammleser genießen den hauch von undercover-exklusivität.
nicht entmutigen lassen!
grüße vom balkon
4. Gerhard Zirkel | April 26th, 2009 at 11:58
Nun ja, wo ist das Problem? Eure Seite ich gecrackt worden, irgendwer hat euch seinen Spam-Müll untergeschoben. Das passiert schon mal - meistens dann wenn der Blog irgendwelche Sicherheitslücken hat oder nicht auf dem aktuellsten Stand ist.
Das muss behoben werden und dann mag euch Google auch wieder. Andererseits ist mal als Blogger weniger von Google abhängig als mit einer statischen Seite.
Gerhard
5. Sonja | April 26th, 2009 at 19:34
Was mich angeht, ich habe diese Seite zuerst von einem anderen Blog aus “entdeckt”. Ich glaube, was sicher meine ganz persönliche Meinung ist, dass Blogs selten über Google & Co gefunden werden. Vielmehr gerät man eher zufällig durch andere Links auf solche. Und findet die dann so gut, dass man gerne wiederkommt - oder auch nicht. Insofern wär’ mir die Google “Lass-den-Blog-verschwinden”-Nummer auch egal.
@Dorin Popa: Neben Schnellbooten gibt es IRL nach wie vor noch Supertanker. Warum? Weil man sie braucht:-)
6. Fiona | April 27th, 2009 at 13:17
Ganz ehrlich, die Probleme, die zur Entfernung aus dem Index führen, sind oft ziemlich leicht und schnell entfernt. Noch finden vielleicht nicht allzu viele Leser Blogs über Google, aber wenn die Blogsearch erstmal fehlerfrei funktioniert, könnte sich das ändern. Im Index stehen schadet bestimmt nicht.
7. mawa | April 30th, 2009 at 18:58
Ja, Ihr habt’s ja recht - die Google-G’schicht war auch eher das gewisse Etwas, das die eh schon vorhandene Unlust nochmal gesteigert hat.
In jedem Fall aber danke für Eure Kommentare und Eure Treue!
8. Manfred Deutsch | Juni 8th, 2009 at 12:30
Na wer sagts denn!?!Geht doch,schon wieder auf
Platz 1 bei Google wenn man isarstadt eingibt.Wäre ja auch eine Frechheit gewesen euch zu betsrafen für nichts und wieder nichts.
9. mitleser | Juli 10th, 2009 at 12:45
…und wofür soll der Paltz eins gut sein? Ranking der Kartei-Leichen???
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