Archiv 'In eigener Sache'

Einmal um den Blog

Grüßgott und hallo. Naaa, keine Angst, des wird jetzt keine Rückkehr von isarstadt.de. Sondern eher ein kleines P.S. Denn uns hat’s doch immer ein bisserl gefuchst, dass hier der letzte Eintrag vom April 2009 mit dem #*%# Hacking-Dingens quasi als Aushängeschild stand. Ein Eintrag, der - wohl zu recht - von einigen Leuten als etwas zu übellaunig und pienzig kommentiert wurde. Und so was ist ja keine schöne Begrüßung auf einer Homepage. Und auch kein schöner Abschied.

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Geschüttelt oder rührend? Wie hätten’s denn Ihr München gern? (Foto: mawa/isarstadt.de)

They should be heroes

Deshalb wollen wir diesen Platz hier lieber nutzen, um auf ein paar schöne - und vor allem lebendige - Münchner Dinge im Netz (und ein bisserl drüber hinaus) zu verweisen:

Eh immer einen Klick wert und zum Glück still alive and kicking sind die Blogs (und z.T. auch Twitter-Accounts) von Dorin, Helga, Sebastian und Kerstin.

Old media revisited: Gar nicht so übel finden wir, was die jetzt.de-Leute aktuell im Netz treiben (auch wenn das muenchenblogger.de freilich schon länger ähnlich macht…) und die AZ zu lesen macht auf Twitter plötzlich auch wieder ein bisserl mehr Spaß. By the way: Ja, wir haben inzwischen auch geschnallt, dass Twitter ganz großes Kino ist…

Recht gefreut haben wir uns, als unsere longstanding Lieblings-Kneipe Niederlassung kürzlich irgendwo - wir wissen gar nicht mehr wo - als “St. Oberholz von München” gewürdigt wurde. Digitalis honoris. Oder so. Und dass das Substanz seit  ‘ner Weile Webradio macht, ist natürlich auch eine Erwähnung wert.

For further consultation wäre da dann natürlich auch noch unsere gute alte Blogroll (die wir bewusst nicht aktualisiert haben, denn ein paar Seiten wollen wir im Blick behalten, auch wenn’s dort seit einer Weile ebenso staad zugeht wie auf isarstadt.de…).

Wir sind gespannt, wie’s und was weitergeht in dieser Stadt. In diesem Sinne: Auf Wiedersehn! Aber jetzt erstmal: Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nix zu sehn!

8. November 2009 mawa 6 Kommentare

Hurra, wir sind unsichtbar!

isarstadt.de ist the next Uri Geller. Wir fliegen unterhalb des Radars. Wir machen uns rar. Wir sind unsichtbar.

Konnten wir vor ‘ner Weile noch einen Blog-Eintrag starten mit den Worten: “Gibt man bei Google “isarstadt” ein, landet man - so wie’s sich ja auch gehört - zuallererst auf dieser Seite”, ist das nun Vergangenheit. Wer das hier liest, hat uns sicher nicht über die weltgrößte Suchmaschine gefunden. Denn laut der gibt’s isarstadt.de nicht mehr. Gab es isarstadt.de nie.

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Wo in diesem Bild hat sich isarstadt.de versteckt? (Foto: mawa/isarstadt.de)

Google mag uns nimmer

Wir zitieren eine Mail, die seit gut zwei Wochen in unserem Postfach steckt:

Sehr geehrter Inhaber oder Webmaster von isarstadt.de,

Beim Indizieren Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf einigen Ihrer Seiten Techniken angewendet werden, die nicht unseren Richtlinien für Webmaster entsprechen. (…) Offenbar wurde Ihre Website von Dritten geändert. Typischerweise erhalten diese über ein unsicheres Verzeichnis ohne Zugriffsbeschränkung Zugang zu Ihren Seiten. So können Dateien hochgeladen oder vorhandene Dateien geändert werden. Diese erscheinen dann in unserem Index als Spam.

Nachfolgend einige Beispiele des verborgenen Textes, den wir auf http://isarstadt.de/ gefunden haben:

REAL ESTATE IN CHANDLER AZ real in LIL WAYNE BET AWARDS 2008 lil wayne bet awards 2008 RUSSIAN ROULETTE GAME SHOW NETWORK russian roulette game show network KENOSHA UNIFIED SCHOOL DISTRICT NO.1 kenosha unified school district no.1 LG MOBILE PHONE lg mobile phoneSTARS AND BARS POKER VIRGINIA stars and bars poker virginia FREE RINGTONES DOWNLOAD FOR VERIZON WIRELESS for download ringtones free wireless

Wir haben vorübergehend einige Ihrer Webseiten aus unseren Suchergebnissen ausgeschlossen, um die Qualität unserer Suchmaschine zu gewährleisten. Derzeit ist geplant, Webseiten von isarstadt.de für mindestens 30 Tage zu entfernen.

Wir würden Ihre Seiten gern im Google-Index beibehalten. Wenn Sie wieder aufgenommen werden möchten, korrigieren oder entfernen Sie bitte alle Seiten (dies könnten mehr sein als die angegebenen Beispiele), die gegen unsere Richtlinien für Webmaster verstoßen. (…)

Mit freundlichen Grüßen Ihr Google Search Quality Team

Obacht: ominös!

Das allein wäre noch kein Grund, den Kopf in den Sand zwischen die Platinen zu stecken. Im Gegenteil: Wir sind uns sicher, dass sich jemand finden würde, der uns hilft, die Seite wieder zu fixen. Aber die Motivation zum Bloggen ist zur Zeit eh recht low (und das trotz aufmunternden Mails von Lesern - danke, Kerstin!). Und da ist die Lust, sich mit solch einem ominösen Ärgernis auseinanderzusetzen, grad gering.

Ist’s ein allgemeiner Trend? Wir wissen’s nicht. Und eigentlich ist das ja auch wurscht. Mir san mir. Und mir san dann erst mal: Unsichtbar. Aber vielleicht tauchen wir ja irgendwann an anderer Stelle wieder auf? Vielleicht begegnen wir uns mal woanders, in diesem Sommer? In der richtigen Stadt sind wir ja.

21. April 2009 mawa 9 Kommentare

Enjoy the silence

Wir sagen’s ganz kurz: Schöne Festtage allen isarstadt.de-Lesern! Leise. Laute. Große. Kleine. Besinnliche. Oder kracherte. Wie’s halt jeder mag. Und lasst’s Euch nicht vom Kater Silvester erwischen!

Wir hören lesen uns wieder - vielleicht erst im neuen Jahr (denn für uns bedeutet Weihnachten vor allem: ein bisserl zur Ruhe kommen), vielleicht aber auch schon vorher. Mal seh’n. In jedem Fall freut’s uns sehr, wenn Ihr bald wieder vorbeischaut.

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Alles so schön bunt hier. (Foto: sist/isarstadt.de)

23. Dezember 2008 redaktion 3 Kommentare

Remains of the year

Schon wieder ein Jahr (fast) vorüber. Und was bleibt davon übrig? Viel. Mal wieder: Sehr viel. Im Wohnzimmer steht ein gut gefülltes Billy-Regal mehr als im Vorjahr. Wobei’s bei uns eher ein Lese- als ein Hör-Jahr und Seh-Jahr war. Wird das mit zunehmendem Alter automatisch so? Ist es bedenklich, wenn einen der iPod im Ohr so aus dem Konzept bringt, dass man gegen eine Glastür rennt und dann beschließt, eine Weile nicht mehr beschallt durch die Gegend zu laufen (ist wirklich passiert, allerdings: es lief gerade “Flimmern” von den Goldenen Zitronen…)? Sind es Symptome der Quarter Life-Crisis, wenn man sich immer öfter am Grabbeltisch mit Backlist-Titeln versorgt, statt Neues zu kaufen?

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Ja, für den wär’ auch noch Platz gewesen in unsren Charts. Aber er hat ja nix (Neues) von sich hören lassen. In diesem Jahr. (Foto: mawa/isarstadt.de)

Naja, Hören und Sehen werden uns hoffentlich niemals vergehen. Ebenso wenig wie die missionarische Ader, wenn’s darum geht, vom Guten, Schönen, Begeisternden zu erzählen. Kurzum: Wie schon im vergangenen Jahr haben wir hier zusammengetragen, was (uns) wichtig war in diesem Jahr. Vielleicht ist da ja was dabei, wo jemand sagt: Das wär’ doch was für meinen pubertierenden Bruder. Oder die liebe Patentante. Was für unter die Tanne. Und möglicherweise wollt auch Ihr uns ein paar Tipps stecken, was wir noch entdecken, uns selbst zum Fest schenken könnten. Die Jahres-Charts wären hiermit offiziell eröffnet:

Kategorie DVD schaun statt Fernsehen: “How I met your mother”
Gute “Friends” altern mit.

Kategorie Monaco franzt: G. Rag y les Hermanos Patchekos
Am besten live, und idealerweise mit Return to Reno im Vorprogramm.

Kategorie Golden Geeks: The Indelicates
Intelligent. Vermutlich.

Kategorie Bahnhofskiosk: Apartamento
Für alle, die bei ebay schon mal den Suchbegriff “Eames” eingetippt haben

Kategorie Abo auf Lebenszeit: Esopus
Ein Magazin? Viel mehr als das. Viel mehr.

Kategorie Newcomer in unsrem Kopf: Monica Drake - Clown Girl
Verrückt. Schön.

Kategorie Coffeetable: Bohemian Modern
Weckt’s uns auf, wenn wir fertig geträumt haben.

Kategorie Bildgewalten: Line Hoven - Liebe schaut weg
Schon der Titel! Ganz großes Tennis!

Kategorie Feine Striche: Inio Asano - Solanin
Manche Comics sagen mehr als ein Roman.

Kategorie Feine Stiche: Thomas Glavinic - Das bin doch ich
Daniel Kehlmann eat my shorts. Ha!

Kategorie Heimliche Liebe: Dendemann - Gangsterbraut
Bei ‘ner Party total daneben gelegen damit. Ach, Ihr habt’s nicht kapiert!

Kategorie Tränen im Dunkeln: Into the Wild / XXY / Happy-Go-Lucky
Überraschungen. Die bleiben.

Kategorie Immer wieder: Maigret
Der reicht für ein ganzes Leben.

17. Dezember 2008 mawa Kommentieren

So social

Communities? Interessieren uns nur am Rande. Twitter? Da hat uns noch keiner glaubhaft erklären können, wozu’s das eigentlich wirklich braucht. Messenger? Um uns mit Freunden zu unterhalten, geh ‘ma lieber in eine Kneipe. del.ic.io.us, Mr. Wong & Co.? Naja, statt nur irdendwo Duftmarken zu hinterlassen, greifen wir lieber hier im Blog das auf, was uns im wahren wie im virtuellen Leben begegnet und begeistert und von dem wir hoffen, dass es auch andere interessieren könnte. Kurzum: Unser Web war bisher - so ganz gegen den allgemeinen Trend - nicht grad social.

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Crossing. (Foto: mawa/isarstadt.de)

Das hat sich im Zuge des Blog-Wichtelns g’scheit geändert: Hinter drei Handvoll Münchner Blogs sind plötzlich Menschen aufgetaucht. Menschen, mit denen wir nicht nur kurze Kommentare ausgetauscht haben, sondern auch mal eine nette Mail. Von denen wir jetzt nicht nur die URL kennen, sondern auch den Vornamen. Hinter all den Buchstaben und Bildern und Binärcodes steckt Leben. Eigentlich logisch. Aber trotzdem war’s eine spezielle, eine schöne Erkenntnis, die’s da quasi portofrei zur Wichtel-Aktion mit dazugab. So ist wohl social.

Nächstes Jahr wieder?

15. Dezember 2008 mawa 12 Kommentare

Veihnachten!

Jawoll, ja, es ist soweit! Münchner Blog-Wichteln ist angesagt. Der Deal war: Je ein Ins-Internet-Schreiber schenkt einem anderen einen Text, ein Bild oder auch beides. Daher erscheint heute hier - so wie auch auf zwölf weiteren Münchner Blogs - ein Gast-Beitrag. We proudly present: Den wahrscheinlich bisher längsten (it’s in the Bild, baby!) Artikel auf isarstadt.de und sicher einen der charmantesten Einstiege. Vielen, vielen Dank dafür an Kerstin, die den großartigen Blog snowflakes & blackvampires betreibt!

Und ganz herzliche Grüße auch an alle anderen Teilnehmer des Münchner Blog-Wichtelns! Jedem einzelnen geneigten Leser sei nun eine Tour zu allen beteiligten Websites wärmstens an’s Herz gelegt - sämtliche Links stehen nochmal am Ende dieses Postings. So wie übrigens auch der Hinweis, auf welchem Blog der isarstädtische Wichtel-Text zu finden ist. Nun aber der Beitrag von Kerstin! Enjoy!

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“Nenn mich nicht Walentin, du nennst ja auch nicht deinen Vater Water.”

Die Lichter, winterlichen Düfte und Dekorationen zur Adventszeit in der Münchner Innenstadt finde ich wunderbar. Weihnachten ist eine Zeit zum Träumen. Für mich bedeutet Weihnachten kein Stress, keine Familienstreitigkeiten - einfach nur Sinnlichkeit genießen.

Allerdings sollte man das für sich behalten. Alle Leute um mich herum sind gestresst, hassen Weihnachten, sind depressiv und übellaunig. Das fing schon mit ca. 7 Jahren an als mein Vater beschlossen hatte, das Konsumverhalten an Weihnachten würde ihm auf die Nerven gehen und es würde keine Weihnachtsfeier mehr für uns geben. Zu der Zeit wohnten wir in Indien und sogar die Hindus feierten Weihnachten. Wenn auch nicht sinnlich sondern mit Böller und Plastikbäumen, reichte ihm schon die Vorfreude der Kinder um das Fest einfach abzusagen.

Heimlich gab es mit unserer Mutter unter einer Palme doch noch ein paar Plätzchen. Auch ein heimliches Fest ist ein wunderbares Fest. Später (als Jugendliche) legte ich selbst keinen besonderen Wert auf Familienfeiern. Aber gefreut habe ich mich immer auf den ersten eigenen Weihnachtsbaum, den ich haben würde wenn ich mal Kinder bekommen würde.

Valentin: Ich krieg eine Schachtel Dritte Sorte.
Verkäufer: Ja, bei uns gibt es keine Zigaretten zu verkaufen.
Valentin: Was gibt’s denn dann?
Verkäufer: Bei uns gibt es nur Schallplatten und Gramaphone.
Valentin: Dann gebn S’ mir halt ein Gramaphon.

Jetzt habe ich Kinder und - wenn schon nicht Weihnachten - so feiern wir doch Channukah. Das ist auch wunderbar und ein schönes Lichterfest. Und doch trauere ich ein wenig dem kleinen Weihnachtsbaum meiner Vorstellung nach.

Karlstadt: Ich möcht bloß wissen, ob’s bei andere Leut auch so zugeht wie bei uns.
Valentin: Genauso!

Seit ca. 8 Jahren wohnen wir nun in der Münchner Innenstadt und an jedem Eck gibt es einen Weihnachtsmarkt. Jedes Fenster ist dekoriert und alles ist hell erleuchtet. Ich feiere also im Stillen mit und genieße das genauso. Egal ob um die Ecke beim Pink-Christmas oder auf dem Mittelaltermarkt, beim Schwabinger oder bei all den anderen Christkindlmärkten, jeder kann für sich den richtigen Ort finden und genießen. Ich bin froh, dass ich so zentral wohne, dass mir gar nichts anderes übrig bleibt als hin und wieder mal über einen Münchner Weihnachtsmarkt zu stolpern.

Der Münchner Komiker Valentin hätte dazu gesagt: “Ich bin auf Sie angewiesen, aber Sie nicht auf mich! Merken Sie sich das!”


Mehr Wichtel-Texte gefällig? Aber bitte doch! Hier geht es weiter: abspannsitzenbleiber, Digitale Notizen, Dr. Sno*, Lyroholisch, münchenblogger, rettet das mittagessen, Snowflakes & Black Vampires, Stadtneurotiker, Tivoli-Blog, Unilife live, Vorspeisenplatte. Und ganz besonders freu’n tät’s uns natürlich, wenn Ihr auch den isarstadt-Wichteltext auf Helgas Notebook München anguckt.

10. Dezember 2008 mawa 12 Kommentare

Noch zweimal schlafen

Morgen Übermorgen, Kinners, wird’s was geben. Am Mittwoch, 10. Dezember, wird auf 13 Münchner Blogs jeweils ein Beitrag eines anderen Bloggers erscheinen. Blog-Wichteln haben wir das ganze genannt. Und sind schon mächtig gespannt auf alle Texte und Bilder und was sonst den Teilnehmern so eingefallen ist. Die einzige Vorgabe war: Um München soll’s gehen und um die (Vor)Weihnachtszeit. Ein Trend zeichnet sich bereits jetzt ab: In mehreren der Beiträge spielt der gute alte K. am M. mit seinem Schaufenster voller S.-Tiere eine Rolle. Aber mehr wird noch nicht verraten…

origami1.jpg
Origami? Oder zu Dir? (Foto + Fingerfertigkeit: sist/isarstadt.de)

Hier nochmal zum Mit-Klicken alle Teilnehmer des Münchner Blog-Wichtelns 2008, von denen einige auch schon über ihre Gedanken zum G’schichtl-Wichtl’n geschrieben haben:

abspannsitzenbleiber
Digitale Notizen
Dr. Sno*
isarstadt natürlich
Lyroholisch
münchenblogger
Notebook München
rettet das mittagessen
Snowflakes & Black Vampires
Stadtneurotiker
Tivoli-Blog
Unilife live
Vorspeisenplatte

8. Dezember 2008 mawa 2 Kommentare

Present Sentences

Die Bilanz der vergangenen Jahre: Ein Büchergutschein für Lehmkuhl’s (ausgezeichnet angelegt in “Mr Thundermug” von Cornelius Medvei). Eine Packung Kühlschrank-Magneten zum Wörter-Puzzlen (beim letzten Umzug verlegt). Ein Erdmutter-Kerzenständer vom Tollwood (auch, äh, verlegt). Und tatsächlich mal Lavendelkissen. Geschätzte 87,2 Prozent aller Menschen stehen dem zumeist im beruflichen oder nachbarschaftlichen Umfeld zelebrierten Wichteln ablehnend bis ausgesprochen aggressiv gegenüber. Weitere 10,4 Prozent stehlen sich aus der Affäre, indem sie Darmgrippe, einen Arbeitsunfall oder den Tod des heimischen Hamsters simulieren. Und wir? Lieben den Brauch.

Blog-Wichteln
And the Wichtel goes to… Leider nicht mehr ins Bild (also auf unsren Küchentisch) gepasst hat der nette Notar, der über die einwandfreie Ziehung der Wichtel-Lose gewacht hat. Dafür hat er ‘ne Kiste Kekse mit auf den Weg bekommen. (Foto: mawa/isarstadt.de)

Salz auf der Arbeitskollegen Haut

Vorausgesetzt natürlich, er wird vernünftig betrieben. Ist doch eine großartige Sache, wenn man sich mal Gedanken macht (bzw. machen muss), was dem Arbeitskollegen, mit dem man 200 Tage im Jahr einen Tisch in der Kantine teilt, privat Freude bereiten könnte. Wenn man den Nachbarn mal mehr als nur ein Pfund Salz oder eine mittelgute Flasche Rotwein schenkt. Wenn man sich also ein bisserl Mühe gibt. Etwas Persönliches gibt.

Schatz, da waren Fremde auf meinem Blog

Unter diesem Motto, soll auch das Blog-Wichteln stehen, zu dem wir jetzt zweieinhalb Handvoll Münchner Blogger überreden konnten. Naheliegenderweise besteht die Wichtel-Währung aus Texten, Fotos oder was man sonst noch so auf einem Bildschirm basteln kann. Das Prinzip ist einfach: Seit gestern weiß jeder Teilnehmer, wen er bewichteln wird (noch nicht jedoch, von wem er selber etwas erhält). Und am 10. Dezember sollen das die fremden Beiträge auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden.

Und wer hat das Wichteln erfunden? Die Franken.

Patentieren lassen werden wir uns diese Idee nicht, denn wie wir mittlerweile erfahren haben, betreibt ein Blogger im fernen Franken das Blog-Wichteln nun schon im dritten Jahr. Aber es soll ja auch keine Konkurrenz-Veranstaltung sein, sondern wir wollten’s ganz bewusst regional halten und haben deshalb auch eine kleine Themenvorgabe abgemacht: Um München soll’s gehen. Und um Weihnachten. Wir sind schon sehr gespannt und empfehlen an dieser Stelle schon mal den geneigten Blick auf die teilnehmenden Münchner Blogs:

abspannsitzenbleiber
Bogenhausener Geschichten
Digitale Notizen
Dr. Sno*
isarstadt natürlich
Lyroholisch
münchenblogger
Notebook München
Snowflakes & Black Vampires
Tivoli-Blog
Unilife live
Vorspeisenplatte

Update: Auch dabei sein werden nun noch die Herren Mittagesser und Stadtneurotiker. Sehr schön, damit sind wir 14!

25. November 2008 mawa 3 Kommentare

While we were sleeping

Moin, moin. isarstadt.de erhebt sich aus einem langen Winter Sommerschlaf. Streckt seine Glieder aus, wischt sich den Schlaf aus den Augen und steht noch ein bisserl wacklig auf den Beinen. Der Kreislauf. Kein Wunder in dem Alter. Im Pyjama setzen wir uns auf’s mit einer Staubschicht überzogene Sofa, der Schonbezug knistert, und wir versuchen den PC in Betrieb zu nehmen. Hat schon lang keinen Strom mehr durch seine Platinen zucken gefühlt, der Gute. Moin, moin. War was lo-os?

haengematte
Und täglich grüßt das Murmeltier? isarstadt.de hat sich mal ‘nen schönen Sommerschlaf gegönnt. Und kommt jetzt hoffentlich wieder in die Gänge (Foto: O. Alonzo/stock.xchng)

Hinterm Herd hervor

Aber natürlich war was los. Das sehn wir doch auf den ersten Blick. Die foodbloggenden delicious days-Macher haben jetzt tatsächlich ihr Kochbuch bei GU draußen (wir sind schon gespannt - die zucchinibloggende Clothilde hat zwischen zwei Buchdeckeln ja leider eher enttäuscht). Dem alles-und-immer-bloggenden Herrn Dorin sind wir auf den Filmseiten unserer Haus- und Hof-Bibel in muenchen auch offline begegnet (mehr! weiter!).

Dritte Zähne

Und die podcastende Annik Rubens hat es offensichtlich geschafft, den natürlichen Beiß-Reflex der Printjournalisten beim Thema Blogger zu überwinden und in der Abendzeitung am vergangenen Wochenende einen Beitrag über Münchner Blogs schreiben dürfen (den wir - ha! - online nicht finden und folglich auch nicht verlinken können). Müssen wir daraus schließen, dass Blogs mittlerweile als so irrelevant eingestuft werden, dass sich selbst die Papierpresse traut, darüber zu sprechen?

Abtwittern und Tee trinken

Nicht wenige Menschen versuchen uns ja schon seit einer Weile zu missionieren, dass Twitter das next big thing sei, ohne das nix mehr geht. Nee, nee, nu mal langsam mit die alte Ackergäule! Wir trinken jetzt ers’ma ‘n Kaffee Grüntee und versuchen, wieder in die Gänge zu kommen. Bevor uns hier jemand weismacht, dass jeder ständig die gesamte Welt über seine where- und what-abouts auf dem Laufenden halten muss, woll’n wir mal sehn, ob uns überhaupt noch jemand kennt. Moin, moin.

13. September 2008 mawa 8 Kommentare

Von der Leine gelassen

Also: Offline. Seit Februar. Nicht technisch. Sondern mental. Soll heißen: Es ist keine Zeit, keine Geduld und irgendwie auch keine Lust mehr da, zu bloggen. Nicht, weil uns die Themen ausgegangen wären. München ist München ist München.

Wir haben in der Zwischenzeit - wenn wir nicht gerade unsere neue Bleibe möbliert haben - zum Beispiel die großartige Geschichtswerkstatt Neuhausen entdeckt und unseren neuen Kiez ein bisserl besser kennengelernt. Wir haben richtig gute und richtig schlechte Lokale ausprobiert. Viel über München gelesen. Wir sind mit offenen Augen durch die Stadt gegangen. Und freun uns auf die eine oder andere Veranstaltung zum 850 Jahre-Jubiläum.

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Is that all there is? If that’s all there is, let’s bring the booze and have a ball. If that’s all. There is.
(Foto: mawa/isarstadt.de)

Alles Themen, über die man vortrefflich schreiben könnte. Themen, über die wir vielleicht hoffentlich auf den vielen anderen München-Blogs etwas lesen. Ein bisserl juckt’s uns freilich schon, selber wieder in die Tasten zu greifen. Aber halt grad nicht so stark, als dass wir nicht mal ‘ne Weile den Mund halten könnten. Muss ja nicht für ewig sein.

I say hello. I say good-bye. Macht’s es gut!

22. Mai 2008 mawa 6 Kommentare

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